Xenoöstrogene - Chaos im Hormonhaushalt

Veröffentlicht am 26. September 2026 um 09:00

PMS, starke Menstruationsbeschwerden oder auch die Zunahme von hormonabhängigen Krankheiten können Folgen von Xenoöstrogenen sein. Was Xenoöstrogene sind und wie du sie  möglichst reduzieren kannst, liest du hier.

Xenoöstrogene sind künstliche, chemisch hergestellte Stoffe, welche im menschlichen Körper wie Östrogene agieren. Sie gelangen aus der Umwelt in unser Hormonsystem und docken an dieselben Rezeptoren, verstärken oder schwächen die Wirkung der körpereigenen Hormone. In unserer Umwelt befinden sich bereits ganz viele solche Xenoöstrogene (und andere Xenohormonen). Zudem entstehen immer mehr Krankheiten, welche mit einem Östrogenüberschuss zusammenhängen. Umso wichtiger ist es deshalb, diese Stoffe in unserem Alltag zu erkennen und zu reduzieren. 

Wo sind Xenoöstrogene?

  • Plastik, Weichmacher: In vielen Plastikbehältern, Spielzeugen und Haushaltsgegenständen sind Bisphenol und Phthalate zu finden. Der Klassiker ist die PET-Flasche im erhitzten Auto. Die Stoffe lösen sich bei warmen Temperaturen und gelangen so ins Wasser und schliesslich in deinen Körper. 2024 wurde in einer Untersuchung des K-Tipp Bisphenol sogar in Damenunterwäsche gefunden.
  • Kosmetik: Auch in Waschmitteln, Deos, Zahnpasta oder Cremes sind Stoffe wie Triclosan und Phthalate zu finden. Vor allem da, wo man Gerüche verhindern und eine antibakterielle Wirkung möchte, werden diese Stoffe eingesetzt. 

Xenoöstrogene reduzieren

Ganz eliminieren können wir Xenohormone leider nicht. Dennoch können wir den Kontakt und die Aufnahme dieser Stoffe reduzieren.

​1. Auf Glas und Edelstahl umsteigen
Tausche Plastiktrinkflaschen und Lebensmittelbehälter gegen Glas- oder Edelstahl aus. Erhitze Essen nicht in Plastikbehältern in der Mikrowelle, da sich die Chemikalien durch Hitze besonders leicht lösen.

​2. Naturkosmetik und Produkte bevorzugen
Achte beim Kauf von Pflegeprodukten auf duftstofffreie Naturkosmetik, Binden und Waschmittel. Wie wir jetzt wissen, macht sogar die richtige Unterwäsche einen Unterschied. Am Schluss des Beitrags findest du ein einfaches aber wirkungsvolles Deo-Rezept.

3. Trinkwasser filtern
Die Investition in einen Wasserfilter lohnt sich. So reduzierst du nicht nur hormonähnliche Substanzen, sondern auch viele andere Schadstoffe im Leitungswasser.

4. ​Die Leber unterstützen
Deine Leber ist das Hauptorgan, um überschüssige Hormone und Giftstoffe abzubauen. Unterstütze sie durch bitterstoffreiche Lebensmittel wie Rucola, Löwenzahn, Artischocken oder einen Leber-Gallen-Tee. 

Deo - Rezept

  • 5 EL kaltgepresstes Kokosöl (nicht ganz fest, nicht flüssig)
  • 2 TL Natron (bei Bedarf erhöhen)
  • 5-10 Tropfen Lavendel- oder Zitronenöl 

alles vermischen und in einem Schraubglas aufbewahren; hält bei Raumtemperatur mehrere Monate